kaffeeblatt.de Höllisch heiß, teuflisch schwarz und lieblich
süß
Seit seiner Entdeckung mögen sich im Wandel der Zeit Zubereitungstechniken
und Röstverfahren verändert haben, die Leidenschaft für Kaffee
aber ist über die Jahre hinweg gleich geblieben.
Was ist entspannender, als seine Seele bei einer leckeren
Tasse Kaffee baumeln zu lassen? Was unterhaltsamer als ein kleiner
Plausch mit Freunden bei einem Käffchen? Bereits der verführerische
Duft einer Tasse braunen Goldes ist wie ein Versprechen für puren
Genuss - und eine kleine Erholung im Alltag.
Kaffee, Espresso, Cappuccino, Latte macchiato oder Milchkaffee, sie alle
gehören zu den Lifestyle-Getränken, die den Kaffeekult ausmachen.
Dabei ist die perfekte Zubereitung gar nicht so einfach - abgesehen davon,
dass sich bei der Frage danach so und so die Geister scheiden. Mal ist er
den einen zu stark, mal den anderen zu schwach. Er ist angeblich das Lieblingsgetränk der Deutschen - und doch wird
kaum etwas anderes so stiefmütterlich behandelt wie Kaffee.
In Nullachtfünfzehn-Maschinen muss sich kaum erhitztes
Wasser nur mit Hilfe der Schwerkraft seinen Weg durch Billigkaffeepulver
bahnen und soll dabei auch noch so etwas wie ein Aroma entfalten.
Und zum Schluss soll dieses Gebräu dann auf der Warmhalteplatte
verharrend auch noch die Reste seines ohnehin nur kümmerlich
entwickelten Geschmacks nicht verlieren.
Dies ist nicht nur ein weitverbreitetes Bürophänomen. Viele Cafés
- selbst italienische - sind inzwischen auf den Billigkaffeezug aufgesprungen
und servieren eine Plörre, in der sich nicht einmal ein Hauch eines
Aromas findet. Natürlich kann nüchtern betrachtet gesagt werden,
dass Kaffeekochen nicht mehr ist als das Schütten heißen
Wassers auf eine Portion Kaffeemehl. Aber erstens will selbst das gekonnt
sein und zweitens dürfen dann auch keine hohen Ansprüche an Kaffeearomen
und -genuss gestellt werden. Wie also wird aus einem Kaffee trinken ein Kaffee genießen?
Reicht für einen perfekten Kaffee ein Pad
einlegen und Knopf drücken aus? Oder muss ein Ritual zelebriert
werden, bei dem nicht mehr kochendes Wasser durch eine genau dosierte
Menge frisch gemahlenen Kaffeemehls aus qualitativ hochwertigen Bohnen
in vorgewärmte Tassen je nach Zubereitungsart gepresst wird?
Ob Sie sich Ihren Kaffee nur schmecken lassen oder einen Tanz um jede Kaffeebohne
veranstalten, Das Kaffeeblatt ist Ihr unterhaltsamer und informativer
Begleiter auf dem Weg zum perfekten Kaffeegenuss mit dem notwendigen Hintergrundwissen
sowie vielen Tipps und Tricks aus der wunderbaren Welt des Kaffees.
Bis 1898 sind alle Kaffees reine Arabicas.
Erst Ende des 19. Jahrhunderts wird im Kongobogen in Afrika
die Sorte Robusta entdeckt.
Das Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum
in Leipzig von 1720 gilt nach dem Café Procope
in Paris als die älteste bis heute durchgängig betriebene
Kaffeeschänke in Europa.
Wie und wann der Kaffee nach Brasilien, heute der größte
Produzent, gelangt ist, ist unbekannt. Offiziell wird 1726 als
Geburtsjahr des Cafeeiro gefeiert.
Coffee, Coffee muß ich haben, und wenn jemand
mich will laben, ach, so schenkt mir Coffee ein! Dieser
Text gehört zur Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach.
1901 erfindet der Japaner Kato das erste lösliche
Kaffeepulver. Und 1905 verhilft Ludwig Roselius dem entkoffeinierten
Kaffee HAG zu einem weltweiten Erfolg.
Ein türkisches Gesetz aus frühen Zeiten besagt,
dass wenn ein Ehemann der Gattin den Kaffee verweigert, dies
ein triftiger Grund zur Scheidung sei.