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Barista
- Die Kunst der Kaffeezubereitung - Wege zum Kaffee Wege zum Kaffee: Von Porzellanfiltern bis Vollautomaten Eine einzig wahre Methode der Kaffeezubereitung gibt es nicht, weshalb viele Wege zum perfekten Kaffeegenuss führen. Entscheidend sind eine einfache Handhabung und ein völlig subjektives Empfinden. Letztlich ist und bleibt es stets das eigene Genuss-Empfinden, das aus einem Kaffee trinken ein Kaffee genießen werden lässt. Und ist der perfekte Kaffeegenuss gefunden, spielt es auch keine große Rolle mehr, ob der Kaffee mittels Porzellanfilter, Kaffeemaschine, Herdplattenkocher, Stempelkanne, Siebträgergerät oder einem High-End Vollautomaten zubereitet wird. Die Handfilterung Bei der klassischen Handfilterung mit einem Porzellanfilter und Filterpapier wird das frisch gemahlene Kaffeemehl zunächst mit nicht mehr kochendem Wasser im Filter bedeckt und angebrüht. Nach einer guten Minute kann dann das Wasser mehrfach filterhoch nachgeschüttet werden. Wichtig ist, dass mit dem Nachschütten immer gewartet wird, bis das Wasser vollständig abgelaufen ist, damit sich nicht zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffee lösen. Von Permanentfiltern, die nicht aus reinem Porzellan gefertigt sind, ist übrigens dringend abzuraten, da in ihnen grundsätzlich Kaffeefette hängen bleiben, die mit der Zeit nicht nur ranzig werden, sondern auch in den Kaffee gelangen. Die Karlsbader Kanne / Bayreuther Kaffeemaschine Die
Karlsbader Kanne ist die vergessene Königin der Kaffeezubereitung.
Obwohl die original Bayreuther Kaffeemaschine komplett aus Porzellan gefertigt
ist und für Kaffeegenuss in seiner unverfälschtesten Form steht,
ist sie nur bei wahren Kaffeeliebhabern nicht in Vergessenheit geraten.
In ihr kann nämlich nur grob gemahlenes Kaffeemehl verwendet werden,
das heutzutage nicht mehr handelsüblich ist. Die Zubereitung funktioniert
ähnlich einfach wie bei der Handfilterung, lesen Sie mehr in der Spalte
rechts.Der Ibrik Für einen Mokka oder türkischen Kaffee ist der Ibrik, eine verzinnte Kupfer- oder Messingkanne, die klassische Kanne. Wenn der Mokka das erste Mal kocht, wird nur der Schaum in die Tassen verteilt. Das Wasser wird nachgefüllt und ein zweites Mal aufgekocht. Wieder wird nur den Schaum verteilt und das Wasser nachgegossen. Nach dem dritten Aufkochen werden Schaum und Mokka auf die Tassen verteilt. Kannenaufguss und Pressstempelkannen Beim Kannenaufguss wird gemahlener Kaffee wird in eine Kanne gegeben und zu einem Drittel mit kochend heißem Wasser aufgefüllt. Eine Minute später wird die Kanne ganz aufgeschüttet und alles fünf bis zehn Minuten ruhen gelassen. In dieser Zeit entfaltet der Kaffee sein volles Aroma und der Kaffeesatz sinkt langsam zu Boden. Zum Servieren wird der Kaffee durch ein Sieb geschüttet oder bei einer Pressstempelkanne der Kaffeesatz durch Herunterdrücken des Stempels am Boden der Kanne gehalten. Espressotopf für die Herdplatte Ebenfalls sehr beliebt ist der Espressotopf für die Herdplatte, auch wenn mit ihm kein Espresso zubereitet werden kann. Das Wasser im unteren Behälter wird aufgekocht und durch den mit Kaffeemehl gefüllten Filtereinsatz, der zwischen Kanne und Wasserbehälter sitzt, gedrückt. Der fertige Kaffee sammelt sich in der oberen Kanne. Das Ergebnis ist ein sehr dunkles und kräftiges Getränk, das irgendwo zwischen einem starken Kaffee und einem Mokka liegt. Kaffeemaschinen mit Isolierkanne Die klassischen Kaffeemaschinen sind das häufigste verwendete Hilfsmittel bei der Kaffeezubereitung. Ähnlich zur Handbrühung ist das Funktionsprinzip: Heißes Wasser läuft durch gemahlenes Kaffeemehl. Damit der Kaffee gelingt, muss die Maschine das Wasser richtig kochen können. Je nach Geschwindigkeit lösen sich mehr oder weniger Aroma- und Bitterstoffe, die Stärke des Kaffees wird in der Regel durch die Kaffeemenge bestimmt. Pro Tasse fallen etwa 80 - 120 Gramm Koffein an. In guten Isolierkannen bleibt der Kaffee bis zu 30 Minuten heiß und aromatisch. Kaffeemaschinen mit Glaskannen sind für die Zubereitung nur geeignet, wenn der Kaffee sofort getrunken oder in eine Isolierkanne umgeschüttet wird. Selbst das beste Gerät kann den Kaffee auf der Warmhaltplatte zwar warmhalten, nicht aber Aroma und Geschmack bewahren. Kaffeepadmaschinen Sie erfreuen sich einerseits großer Beliebtheit und spalten anderseits die Freunde guten Kaffees. Für die einen produzieren sie leckeren Kaffee, für die anderen lediglich ein kaffeeähnliches Heißgetränk. Ähnlich wie bei einer Espressomaschine wird das Wasser durch das Kaffeemehl gepresst, allerdings mit deutlich geringerem Druck. Dieses Verfahren sorgt für eine kürzere Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeepulver und für einen bekömmlicheren Kaffee. Allerdings kann zumeist weder die Wassermenge, noch die Durchlaufzeit variiert werden, so dass je nach Kaffeemischung nur ein ungenießbares Gebräu produziert wird. Von Nachteil ist, dass in Kaffeepadmaschinen fast ausschließlich vorgefertigte und mit Kaffee befüllte Pads zum Einsatz kommen. Einige Modelle können sogar nur die Pads eines Herstellers verarbeiten, andere auch die anderer Hersteller. Auf jeden Fall ist und bleibt die Kaffevielfalt immer auf das Angebot der Pads beschränkt und der Kaffee bei nicht immer gleich guter Qualität deutlich teurer. Padmaschinen dürfen weder in der Zubereitung, und schon gar nicht bei der Qualität mit Espressomaschinen verwechselt werden. Sie sind und bleiben Kaffeemaschinen und können selbst mit so genannten Espressopads keinen Espresso zubereiten. Espressomaschinen Im
Gegensatz zu Kaffeemaschinen arbeiten Espressomaschinen mit Druck. Das Wasser
wird erst erhitzt, um dann optimiert angepasst an Fließverhalten,
Kontaktzeit und Lösung der Kaffeestoffe mit bis zu 18 bar durch das
Kaffeemehl gepresst zu werden. Espressomaschinen arbeiten mit einem Siebträger,
der mit Kaffeemehl befüllt am Gerät fixiert wird. Durch die kurze
Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeemehl lösen sich nur sehr wenige
Bitterstoffe, dafür aber mehr Öle.Sie bilden die espressotypische Crema auf der Kaffeeoberfläche. Ein Espresso ist übrigens alles andere als eine Koffeinbombe, er beinhaltet nur etwa 60 Gramm Koffein. Außerdem kann mit Hilfe von heißem Wasserdampf Milch für diverse Kaffeevariationen aufgeschäumt werden. Handhebelmaschinen Eine
Handhebelmaschine ist alles andere als ein Alltagsgegenstand. Für wahre
Liebhaber und Puristen ist die Zubereitung eines Espressos ein Ritual, bei
dem selbst Hand angelegt wird. Und für diese Genießer ist eine
Handhebelmaschine die Königin unter allen Arten der Zubereitung.Mit ihr erfordert ein gelungener Espresso etwas Übung und viel Geschick. Bei diesen Espressomaschinen wird in dem großen Boiler das Wasser erhitzt und auf Temperatur gehalten. Bei der Kaffeezubereitung wird eine Portion Wasser über ein Ventil in eine separate Kammer gefüllt und mit dem Handhebel durch das Kaffeemehl im Siebträger gepresst. Die Kessel sind so konstruiert, dass das Wasser für den Kaffee aus dem unteren Teil und zeitgleich heißer Dampf für die Zubereitung des Milchschaums aus dem oberen Teil entnommen werden kann. Halbautomaten Der
Begriff ist ein wenig irreführend, denn bei einem Halbautomaten funktioniert
eigentlich nichts automatisch. Diese Geräte sind eigentlich Espressomaschinen,
die anstelle eines Siebträgers aber über eine Einfüll- und
Entleervorrichtung für das Kaffeemehl verfügen. Im Gegensatz zu
einem Vollautomaten ist der gesamte Ablauf aber nicht automatisiert.In der Regel werden Halbautomaten manuell bedient, durch die zusätzlichen Bauteile erhöht sich der Komfort bei der Bedienung der Maschine allerdings wesentlich. In der Qualität des Kaffes stehen die Halbautomaten einer sehr guten Espressomaschine in Nichts nach, was sich zumeist auch beim Preis bemerkbar macht. Kapselmaschinen Kapselmaschinen
sind eine Kombination aus Espressomaschine und portioniertem, gemahlenem
Kaffee in Kapseln, die die Kaffeesorten mit hohem Druck von bis zu 20 bar
zubereiten. Anstelle eines Siebträgers werden hier, ähnlich zu
den Padmaschinen, vorgefertige Kaffeeportionen verwendet. Diese sind allerdings
aus Alu oder Kunststoff, um den Kaffee besser und länger vor Licht
und Luft zu schützen. Auch hier ist der Kaffee einerseits bekömmlich
(und weit besser als mit jeder Padmaschine), andererseits aber stark vom
Inhalt der Kapseln abhängig.Bereits 1970 hat Nestlé das Nespresso-System entwickelt, heute gibt es mehrere manuelle und automatische Modelle verschiedener Hersteller. Allen gleich ist, dass in den Kapselmaschinen nur die Kapseln des Herstellers verwendet werden können. Vollautomaten Vollautomaten
sind voll automatisierte Espressomaschinen. Die Bohnen lagern in der Maschine
und werden erst unmittelbar vor dem Brühen frisch gemahlen. Anstelle
eines Siebträgers verfügt der Vollautomat über eine Brühgruppe,
in der das Wasser unter hohem Druck durch das frisch gemahlene Kaffeemehl
gepresst wird. Das verbrauchte Kaffeemehl wird automatisch in einem Tresterbehälter
entsorgt. Die Aktivitäten des Bedieners reduzieren sich auf das Befüllen
der Maschine mit Wasser und Bohnen, sowie das Entleeren von Tresterbehälter
und Abtropfschale.Ansonsten gilt: Die gewünschte Art des Kaffees wählen, Knopf drücken, kurz warten und jede Kaffeevariation ist fertig. Fast alle Vollautomaten bieten den Komfort, Kaffee in unterschiedlichen Stärken und Aromastufen zuzubereiten. Wie bei den Espressomaschinen auch kann mit Hilfe von heißem Wasserdampf Milch für diverse Kaffeevariationen aufgeschäumt werden, je nach Modell sind die Milchaufschäumer bereits im Automaten integriert. |
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