abstand   Das Kaffeeblatt - Ein Nachschlagewerk für Kaffee-Genießer    


kaffeeblatt.de - Navigation


Startseite

SOMMELIER
Grundlagen für Genießer


Kaffeeanbau
Kaffee-Ernte & Wege
Kaffeeverarbeitung
Kaffee selber rösten
Der fertige Kaffee

BARISTA
Die Kunst der Zubereitung


Vor dem Brühen
Wege zum Kaffee
Kreationen & Rezepte
Kaffeeverfeinerung
Tipps und Tricks

KAFFEEHAUS
Aus der Kaffeewelt


Kaffeegeschichte
Transfair-Kaffee
Kaffeekauf im Ausland
Kaffee & Gesundheit
Falscher Kaffee
Kalter Kaffee

AUS DER REDAKTION

Redaktion & Kontakt
Sitemap
Impressum

 

Falscher Kaffee: Mocca Faux

Mocca Faux heißt in Frankreich der Getreidekaffee, der in Deutschland Muckefuck genannt wird. Aber bereits die alten Ägypter stellten aus gerösteten Körnern und einem würzigen Sud einen „falschen Kaffee” her.

Getreidekaffee, Landkaffee, Muckefuck oder Blümchenkaffee, er hat viele Namen und durchaus eine eigene, große Fan-Gemeinde. Immer wenn die Röst- und Gerbstoffe nicht vertragen werden oder das Koffein gemieden werden soll, kann der Kaffee aus Getreide durchaus eine Alternative sein. Sogar im Mutterland des Espressos findet sich in jeder Espressobar ein „orzo”.

Ob ein „falscher Kaffee” das Aroma eines richtigen Kaffees ersetzen kann, bleibt dem individuellen Geschmacksempfinden überlassen. Es gibt aber zweifelsohne Getreidevarianten und -mischungen, die im Geschmack einem Bohnenkaffee sehr ähnlich sind. Von Vorteil ist, dass Getreide und Getreidemischungen viel mehr Geschmacksrichtungen ermöglichen als Kaffeebohnen. Die meisten Getreidekaffees werden aus Gerste, Malz, Roggen oder Dinkel hergestellt, aber auch Weizen, Kichererbsen und sogar Eicheln oder Feigen werden verarbeitet.

Wie bei der Verarbeitung von Kaffeebohnen sorgt erst das richtige Rösten der Getreidekörner für den richtigen Geschmack und die Entfaltung des Aromas. Geröstet wird mehrere Stunden lang bei sehr niedrigen Temperaturen zwischen 120 und 160 Grad. Ist die Temperatur beim Rösten zu hoch, verstärkt sich zwar der Geschmack, im gleichen Maße vermindert sich aber die Verträglichkeit. Verschiedene Getreidesorten werden niemals gemeinsam geröstet, da fast alle unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte aufweisen. Deshalb werden Mischungen immer erst nach dem Rösten vermahlen und zusammengestellt.

Getreidekaffeemischungen

Auch bei den Getreidekaffees erfreuen sich Mischungen mit Geschmack einer großen Beliebtheit. Hierfür werden verschiedene Geschmacksrichtungen den Kaffees beigemischt, wie zum Beispiel Kakao, Kardamom, Vanille oder Zimt. Wer nicht gänzlich ohne Koffein auskommen möchte, kann zur Kombinationen aus Bohnen- und Getreidekaffee, zumeist mit 25 Prozent Arabica und 75 Prozent Getreidekaffee, greifen. Da viele „Ersatzkaffees” als lösliche Kaffees angeboten werden, ist auch in diesem Kaffeesegment der Schritt zum Instant-Capuccino nicht weit.

Getreidekaffee selber machen

Da das Rösten von Getreide viel einfacher ist als das von Kaffeebohnen, kann Getreidekaffee völlig unkompliziert selbst gemacht werden. Dafür müssen lediglich auf einem Backblech zum Beispiel Gerste- oder Roggenkörner bei 120 und 160 Grad goldbraun geröstet werden. Wie jeder andere Kaffee auch werden die fertigen Körner nach dem Rösten gemahlen und aufgegossen.

zum Seitenanfang

 
Kein Kinderkaffee!

Getreidekaffee ist kein Kinderkaffee! Die Belastung der Verdauung ist nach dem Konsum so hoch, so dass vor allem Kinder unter sieben Jahren keinen Getreidekaffee zu sich nehmen sollten.


 PR-JL
Das Kaffeeblatt - Ein Nachschlagewerk für Kaffee-Genießer seit 2007.
Herausgeber & Copyright © PR & Redaktion Jürgen Lang. Weitere Online-Portale:  AUTO & UMWELT  ·  KOELNERBUCHT.DE  ·  MÁLAGAONLINE