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Kaffee und die Fragen nach der Gesundheit

Es gibt viele Studien zum Thema „Kaffee und Koffein”, doch noch ist längst nicht alles erforscht. So können viele positive, aber auch schädliche Eigenschaften und sogar paradoxe Wirkungen von Koffein beobachtet werden.

Ob und wie das Koffein im Kaffee beim Menschen wirkt, hängt von vielen individuellen Faktoren und vom Stoffwechseltyp ab. Fest steht, dass Koffein den Geschmack verstärkt, die Hirnaktivität stimuliert und das vegetative Nervensystem anregt. Koffein findet sich in über 50 Pflanzen und wird bereits seit Jahrzehnten in vielen Medikamenten eingesetzt.

In einer Tasse Kaffee stecken vermutlich mehr als 1000 Inhaltsstoffe, darunter Koffein, B-Vitamine, verschiedene Säuren, Fette, Kohlenhydrate und Mineralstoffe. Die meisten der Stoffe liegen aber nur in so geringen Mengen vor, dass sie die Nährstoffversorgung so gut wie gar nicht beeinflussen. Vitamine und Mineralstoffe dagegen können sich positiv auf den Organismus auswirken.

Kann Kaffee gesund sein?

Kaffee kann durch das enthaltene Koffein als Muntermacher wirken, denn eine der Hauptwirkungen des Koffeins ist beim Menschen, Abspannung, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche zu beseitigen. Das Koffein gelangt schnell in die Blutbahn und wirkt auf das zentrale Nervensystem sowie den komplizierten Kreislauf ein, der an der Regelung der Wach- und Ruhephasen beteiligt ist.

Bei mäßiger Koffeinmenge ergibt dies eine mild anregende Wirkung: Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit werden erhöht und die Stimmung steigt. Menschen mit Herzschwäche und Durchblutungsstörungen sowie auch Menschen mit niedrigem Blutdruck können mit „spätem Kaffee” sogar besser einschlafen.

Dass häufiger Kaffeegenuss zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt, konnte bislang in keiner Studie belegt werden. Auch ein erhöhter Blutdruck zeigte sich nur bei Menschen, die selten und wenig Kaffee trinken. Bei denjenigen, die regelmäßig Kaffee trinken, zeigte sich keine Wirkung.

Verschiedene Studien ergaben, dass durch den Kaffeekonsum die Beweglichkeit des Magen-Darmtraktes anregt wird, da der Kaffee die Produktion von Salzsäure im Magen und den Gallenfluss erhöht, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt.

Durch die anregende Wirkung des Koffeins auf das Kreislaufsystem kann Kaffee sogar Kopfschmerzen lindern und die Intensität von Migräneanfällen verringern.

Kann Kaffee krank machen?

Eine Überdosierung von Kaffee kann zu Unruhe und Unbehagen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwächen und sogar zu Schweißausbrüchen oder Muskelzittern führen. Das Lösen kniffliger Denkaufgaben wird schwieriger, ebenso Arbeiten, die eine gut abgestimmte Feinmotorik verlangen.

Die Wirkung des Koffeins tritt nach etwa 30 Minuten ein, das Abbauen dagegen dauert mehrere Stunden, weshalb ein Kaffeegenuss um 18 Uhr noch vier Stunden später zu Einschlafproblemen führen kann.

Kann Koffein süchtig machen?

Diese Frage beschäftigt die Kaffeewelt schon lange, eine Antwort ist aber nicht so einfach. Fakt ist, dass Kaffee vor allem wegen seiner anregenden Wirkung genossen wird und das Koffein weltweit als die am häufigsten genossene Droge mit Wirkung auf Hirn und Nervensystem gilt. Trotzdem ist Koffein bei der World Health Organization nicht als suchterzeugende Droge eingestuft.

Auch wenn viele Kaffeetrinker sich als süchtig erleben, weil sie ohne Morgenkaffee nicht wach werden oder meinen, das Nachmittagsloch nicht zu überstehen, fehlen doch die Kriterien, die ihn zu einer Rauschdroge machen.

Neben dem Koffein spielen Faktoren wie Duft, Geschmack und soziale Riten eine große Rolle beim Kaffeekonsum, so dass die Antwort auf die Frage nach der Kaffeesucht lautet: Ja und Nein.

Kann Kaffee schlecht für den Magen sein?

Magenprobleme werden zumeist durch Säuren und andere reizende Substanzen ausgelöst. Beim Genuss eines Espressos werden diese Stoffe vermieden, da diese Säuren mit dem Rösten der Bohnen zum größten Teil zerstört werden. Im Gegensatz dazu werden beim Filterkaffee die Stoffe Diterpen und Cafestol herausfiltert, was bei Problemen mit dem Cholesterinspiegel zu bevorzugen ist.

Kann Kaffee entwässernd wirken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ganz klar festgestellt, dass die entwässernde Wirkung des Koffeins durch das Wasser im Kaffee mehr als ausgeglichen wird und jede Tasse Kaffee ganz normal zur täglichen Flüssigkeitszufuhr mitgerechnet werden kann. Wegen des enthaltenen Koffeins sollten allerdings nicht mehr als vier oder fünf Tassen Filterkaffee pro Tag genossen werden. Analog entspricht dies 10 bis 15 Tassen Espresso.

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Falscher Kaffee: Mocca Faux
         
               
 
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