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Kalter Kaffee: Über Mythen & Irrtümer Nur dem Alkohol werden mehr schädliche Eigenschaften zugesprochen als dem Kaffee. Hartnäckig halten sich zahlreiche Gerüchte und Vorurteile, aber was ist wahr und was ist nur kalter Kaffee?
Kaffee wirkt entwässernd Dies dürfte einer der größten Mythen sein, verstärkt
durch das Glas Wasser, was zum Espresso gereicht wird. Nur wenn jemand
ganz selten einen Kaffee trinkt, kann dieser vielleicht harntreibend wirken.
Ansonsten kann Kaffee ganz normal zur täglichen Flüssigkeitszufuhr
mitgerechnet werden. Das Glas Wasser zum Kaffee oder Espresso wird nicht
gereicht, um den Wasserhaushalt auszugleichen, sondern um den Gaumen und
die Geschmacksnerven zu neutralisieren. [ Ein Espresso ist eine Koffeinbombe Im Gegensatz zu einem Filterkaffee, der zwischen 100 und 150 mg Koffein enthält, stecken in einem Espresso nur rund 50 mg Koffein. Da ein Espresso mehr Aromastoffe enthält und stärker wirkt, wird ihm mehr Koffein zugesprochen. Kaffee ist schlecht für Blutdruck und Magen Dies ist zwar nicht wirklich ein Mythos, aber hier ist der Kaffee weit
besser als sein Ruf. Denn nur in ganz seltenen Fällen führt
der Genuss von Kaffee zu Problemen. Ob und wie das Koffein wirkt, hängt
von vielen individuellen Faktoren ab. [ Kaffee wird am besten in einer Kaffeedose im Kühlschrank gelagert Kaum eine Frage dürfte so kontrovers diskutiert werden wie diese. Hier herrscht nicht einmal unter den Experten Einigkeit. Fest steht, dass Kaffeebohnen nach der Röstung ihr volles Aroma nur etwa vier Wochen halten können. Bei gemahlenem Kaffee beginnt der Aromaverlust unmittelbar nach dem Mahlen und wird durch den Kontakt mit Sauerstoff noch beschleunigt. Durch die Lagerung in einer Schutzverpackung kann das Aroma über mehrere Monate gehalten werden, wenn auch nicht verlustfrei. Um so wenig wie möglich Aroma zu vergeuden, sollte der Kaffee in seiner geöffneten Aromaschutzverpackung in einer luftdicht schließenden Kaffeedose gelagert werden. Gemahlener Kaffee sollte nicht umgefüllt werden, weil sich dabei viele Aromastoffe verflüchtigen sowie Fette und Öle des Kaffees immer an der Dose haften bleiben, die leicht ranzig werden und den nächsten Kaffee verderben. Bei der Lagerung im Kühlschrank sollte beachtet werden, dass sich durch unterschiedliche Temperaturen sowohl in der offenen Aromaverpackung, als auch in der Kaffeedose Kondensflüssigkeit bilden kann, die in den Kaffee eindringt. Außerdem saugt Kaffee Gerüche auf wie ein Schwamm, und die beeinflussen negativ den Geschmack. Nur Arabica-Bohnen liefern sehr gute Kaffees Arabica allein ist kein Qualitäts- oder Gütesiegel. Auch bei den Arabica-Bohnen ist nicht jede Bohne gleich gut. Außerdem kann bei der Verarbeitung der Bohnen viel falsch gemacht und dadurch die Kaffeequalität ruiniert werden. Wer viel probiert wird schnell feststellen, dass auch Mischungen aus Arabica- und Robusta-Bohnen und sogar reine Robustas aus Brasilien oder Uganda sehr gut schmecken. Der Kaffee schmeckt mit jedem Wasser gleich Sowohl der Härtegrad, als auch der pH-Wert des Wassers beeinflussen stark den Geschmack eines Kaffees, da die Säuren im Kaffee durch weiches Wasser verstärkt und durch hartes Wasser gemildert werden. Ideale Bedingungen bei der Zubereitung herrschen bei einem Härtegrad von 8° dH sowie einem pH-Wert von 7. Je höher der Wasserdruck, umso besser der Espresso Dieser Mythos kursiert unter Besitzern von Espressomaschinen. Der ideale Wasserdruck beträgt 9 Bar. Ist der Druck zu hoch, wird das Wasser zu schnell durch das Kaffeemehl gedrückt und die Inhaltsstoffe des Kaffees können sich nicht lösen. Ist der Druck zu niedrig, stockt der Wasserfluss und es lösen sich zu viele Bitterstoffe. Jeder gute Kaffee hat eine feste Crema Die gut ausgebildete Crema ist das Markenzeichen des Espressos. Auf einem Filterkaffee wird sie nicht zu finden sein, da die Crema nur durch das Druckverfahren bei der Espresso-Zubereitung entstehen kann. Kaffee beschleunigt das Ausnüchtern Zwar kann die belebende Wirkung des Kaffees durchaus dazu führen, dass das Wohlbefinden steigt und ein Unbehagen einem frischen und munteren Gefühl weicht, der Abbau des (Rest)Alkohols im Blut wird allerdings auf keinen Fall beschleunigt. Eine Prise Salz im Kaffeemehl fördert den Geschmack Dieser Mythos stammt vermutlich aus den harten Kriegstagen, als der dünne Ersatzkaffee aus Getreidesorten mit Salz leicht gewürzt wurde. Bei Bohnenkaffee kann Salz den Geschmack nicht fördern, sondern wirkt nur negativ auf das Aroma.
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