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  Sommelier - Grundlagenwissen für Genießer - Der fertige Kaffee
Der fertige und die Suche nach dem richtigen Kaffee

Sind alle Prozesse der Kaffeeherstellung und -verarbeitung abgeschlossen, gilt es, aus den vielen verschiedenen Kaffeeprodukten den richtigen Kaffee für das perfekte Kaffee-Erlebnis zu finden.

Die Mischung machts nicht immer

Auf so einer Kaffeeverpackung steht eigentlich eine Menge: Ob es sich um gemahlene oder ganze Bohnen oder Röstkaffee handelt, wie viel Gramm in der Packung ist, mit etwas Glück ein Hinweis, für welche Zubereitungsart sich der Kaffee eignet und meist noch ein Wort zu Arabica- und Robusta-Bohnen und deren Herkunftsland, die „immer nur in der besten Qualität”: gemischt werden. So jedenfalls steht es auf dem Etikett.

Doch die entscheidenden Informationen fehlen: Welche Sorte oder Sorten befinden sich in der Verpackung? Dies erfährt der Verbraucher ebenso wenig wie entscheidende Hinweise über Qualitätsmerkmale. Schließlich ist eine Arabaica-Bohne allein nicht automatisch eine Garantie für besten Kaffee. So bleibt nur die Hoffnung, dass Kaffeemischungen mit Bezeichnungen wie „Premium” oder „Auslese” wirklich hochwertigste Mischungen aus feinen und edlen Kaffeesorten sind.

Vor allem große Kaffeeröster, deren Produkte in jedem Supermarkt zu kaufen sind, legen großen Wert auf konstante Qualität und Geschmack. Dies kann aber mit einer Sorte kaum gewährleistet werden, da Kaffee ein Naturprodukt ist, dessen Ernte jedesmal anders ausfallen kann. Deshalb werden je nach gewünschtem Geschmack und Aroma Kaffeemischungen verschiedener Sorten und Qualitäten sowie oftmals auch unterschiedlicher Herkunftsländer zusammengestellt.

Die Entscheidung, welche Sorten in eine Mischung kommen und welche nicht, fällt im so genannten „Kompositionszimmer”. Hier werden die Aromen der einzelnen Sorten geprüft und so lange zusammengebracht, bis die Qualität stimmt. Diese Prozedur ist keine einmalige Sache, denn täglich müssen die Kaffeebohnen gefunden werden, die alle Ansprüche erfüllen und den Geschmack der Mischung so genau wie möglich treffen. Deshalb stecken in einer Kaffeemischung zumeist auch nicht nur zwei, sondern vier bis acht unterschiedliche Kaffeesorten.

Wer mit seinem Kaffee auf „Nummer sicher” gehen möchte, sollte sich in einem Kaffee-Fachgeschäft beraten lassen oder die Kaffees reinen Ursprungs probieren. Die werden als Spitzenkaffees aus einem Anbauland, einer Region oder sogar von einer Plantage angeboten und stehen in der Regel für sehr gute bis außergewöhnliche Geschmackserlebnisse.

Die Kaffeeprobe

„Probieren geht über studieren” heißt es treffend im Volksmund. Und so geht auch bei der Suche nach dem perfekten Kaffee-Erlebnis kein Weg an drei Sinnen vorbei: Sehen, Riechen und Schmecken. Nur durch ständiges Probieren können die fundamentalen Kriterien entdeckt werden, die aus einem „Kaffee trinken” ein „Kaffee genießen” werden lassen: Das Aroma (oder die Würze), die Säure und der Körper (die Fülle).

Die Kombination aus Kaffeeduft und -geschmack bildet das Aroma. Dabei stehen den etlichen Geruchsnuancen lediglich vier Geschmacksempfindungen auf der Zunge gegenüber, nämlich süß, sauer, salzig und bitter.

Die Säure im Kaffee spielt bei jeder Beurteilung eine herausragende Rolle. Sie ist eine sehr erwünschte Eigenschaft beim Kaffee, die am Zungenrand und im hinteren Mundraum geschmeckt wird und auf keinen Fall fehlen darf, wenn der Kaffee nicht flach im Geschmack sein soll. Eine gute Säure darf aber nicht mit der Geschmacksrichtung „sauer” verwechselt werden, was bei einem Kaffee eindeutig negativ ist.

Der Körper oder die Fülle eines Kaffees bezeichnet den Gesamteindruck im Mundraum. Verantwortlich für einen guten Körper sind vor allem die Kaffeeöle und festen Substanzen im Kaffee. Hinterlässt der Kaffee im Mundraum eine angenehme Zähflüssigkeit, hat er eine gute Fülle. Erinnert er eher an schnell fließendes Wasser, hat er (fast) keine Fülle.

Die Frage des Preises

Beim Kaffee verhält es sich in etwa wie beim Wein. Die hochwertigen Sorten kosten ein wenig mehr, wobei aber auch unter den preiswerteren durchaus das eine oder andere schmackhafte Erlebnis dabei sein kann. Mit ein wenig Glück bietet auch ein Kaffee mit einem Kilopreis von 10 Euro einen gutes Aroma. Wer sich aber nicht nur auf sein Glück verlassen möchte, sollte für ein Kilo guten Kaffee schon zwischen 15 und 25 Euro und für sehr guten Kaffee mehr als 25 Euro einplanen.

Der Kaffeepreis bei Systemen mit Pads oder Kapseln liegt übrigens, bei teilweise nicht annähernd gleich guter Qualität, deutlich über den normalen Kaffeepreisen. Da kostet im Durchschnitt ein Kilo Kaffee bei den Pad- und Kapselsystemen von Senseo und Caffisimo etwa 32 Euro, von Tassimo und Nespresso zwischen 41 und 44 Euro, bei MyCup 51 sowie bei Lavazza Blue 57 Euro.

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Gut zu wissen
Die Internationale Kaffee-Organisation ICO hat eine eigene Terminologie für die Beschreibung des Geschmacks entwickelt, in der sowohl Begriffe zur Kennzeichnung des Aromas, als auch des Geschmacks und des Mundgefühls verwendet werden.

Geschmackseindruck beim Kaffee
 
               
 
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Copyright © PR & Redaktion Jürgen Lang, Medienagentur und Redaktionsbüro im Joint Venture Sprache & PR. Herausgeber des eNachschlagewerks „Das Kaffeeblatt” seit 2007. Alle Rechte vorbehalten. WEITERE ONLINE-PORTALE:  AUTO & UMWELT  ·  KOELNERBUCHT.DE  ·  MÁLAGAONLINE